Südstaatenvillen öffnen ihre Türen

Prächtige Südstaatenvillen in Privatbesitz öffnen ihre Türen zweimal im Jahr zu Führungen. Die nächsten „Pilgrimages“ in die Epoche der Baumwollbarone von Natchez am Mississippi gibt es das nächste Mal wieder vom 22. September bis 9. Oktober 2017.

Natchez, drei Autostunden flussaufwärts von New Orleans am Mississippi gelegen, war vor mehr als 150 Jahren die reichste Stadt der USA. Auf Raddampfern verschifften hier Baumwollbarone das Gold des Südens; einen Teil ihrer aus Sklavenarbeit gepressten Gewinne gaben sie für Prachtbauten aus. Im Bürgerkrieg von 1861 bis 1865 waren sie klug genug, die Stadt kampflos aufzugeben. Die Sklaverei war beendet, doch mehr als 500 der Häuser blieben unbeschädigt erhalten. Keine andere Stadt der USA besitzt nur annähernd so viele „Antebellum“-Häuser aus der Vorkriegszeit. In den meisten der liebevoll renovierten Villen leben heute Familien. Zweimal im Jahr, im Frühling und im Herbst, zeigen sie Reisenden die prächtigen Zimmer und Salons von 23 Anwesen. Gastgeber führen in Kostümen durch die Räume, einige der Damen auch in den weiten Kleidern der „Southern Belles“ des alten Südens. „Pilgrimages“ heißen diese ganz besonderen Wochen, weil es sich lohnt, dafür an den Mississippi zu pilgern.

Die nächsten Herbst-Pilgrimages laufen in Natchez wieder vom 22. September bis 9. Oktober 2017. Geführte Touren durch drei Häuser kosten umgerechnet etwa 43 Euro. Eintrittskarten zu den Führungen bucht man unter www.natchezpilgrimage.com. Dort stehen auch das Programm und Informationen über die Villen. Einige der Plantagenhäuser sind als Bed & Breakfast ganzjährig geöffnet.

Mississippi Blues Trail
You Tube Icon